Gewebe im linken Hoden-Hodenkrebs?

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mphil1
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Gewebe im linken Hoden-Hodenkrebs?

Beitragvon mphil1 » 24.04.2012, 14:31

Hallo!

Ich bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe und würde gern ein paar Fragen stellen weil ich sehr beunruhigt bin.
Ich habe heute festgestellt dass in meinem linken Hodensack ausser meinem "Ei" noch anderes Gewebe ist. Dies ist sehr weich und relativ groß und läßt sich im ganzen Hodensack verschieben. Jedoch finde ich das im rechten Hodensack nicht. Der linke Hodensack fühlt sich total gefüllt an und der rechte eben leer. Der linke hängt auch mehr nach Unten und ist größer.

Ich war erst einmal total geschockt und habe mich im Internet erkundigt was das sein kann, und ich bin sofort vom schlimmsten ausgegangen dass ich Hodenkrebs hab.
Konnte mich dann aber erinnern, dass mein Zivildienstarzt der meine Hoden abtastete (das war vor ca. 1 Jahr) dass ich eine Krampfader im Hoden habe. (Ich hab mir damals nichts dabei gedacht und auch nichts abgetastet).
Jetzt weiß ich nicht ob dass bei mir nicht die Krampfader ist oder Hodenkrebs.

Da ich zur zeit im ausland bin ( bis August) also noch 4 Monate, weiß ich nicht wirlkich was ich tun soll, da ich nicht zum nächsten Urologen gehen kann.

wolfi2602
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Re: Gewebe im linken Hoden-Hodenkrebs?

Beitragvon wolfi2602 » 26.04.2012, 09:41

Hallo erst mal, ich habe Dir von der Krebsberatungsstelle einen Beitrag kopiert. An Deiner Stelle würde ich schnellstmöglich einen Urologen aufsuchen, um Sicher zu gehen.Krankengeschichte (Quelle : Krebsberatungsstelle des Tumorzentrums Bonn)

Die ärztliche Untersuchung sollte von einem Urologen vorgenommen werden.

Es empfiehlt sich, bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung den Arzt darauf hinzuweisen, daß besorgniserregende Symptome vorliegen. Es ist auch nützlich, sich vorher die für die Untersuchung notwendigen Informationen in Stichworten aufzuschreiben. Dazu gehören eine genaue Beschreibung der festgestellten Veränderung und die Angabe des Zeitpunktes, an dem sie bemerkt wurde.

Wichtig ist für den Arzt zudem, ob der Patient in seiner Kindheit eine Hodenfehllage hatte und ob diese operativ behoben wurde. Auch Verletzungen der Hoden, zum Beispiel beim Sport, geben wichtige Hinweise auf ein erhöhtes Hodenkrebs-Risiko.

Liegt eines der typischen Symptome vor, muß der untersuchende Arzt bis zum Beweis des Gegenteils von dem Verdacht auf Hodentumor ausgehen. Leider ist dies nicht immer der Fall. Oft vergehen Monate zwischen dem ersten Kontakt mit dem Arzt und der Operation. Man kann deshalb allen Männern nur raten, im Zweifelsfall zusätzlich die Meinung eines Urologen einzuholen.

Bei der ersten Untersuchung muß natürlich auch nach anderen, harmloseren Ursachen für die Hodenveränderungen gesucht werden. Wenn zum Beispiel der Hodensackinhalt vergrößert ist, könnte auch ein Wasserbruch, eine Hydrozele, vorliegen.

Sie kann vom Urologen durch die Untersuchung in Verbindung mit einer Ultraschalluntersuchung klar von einem Hodentumor abgegrenzt werden. Gelegentlich verbirgt sich hinter einer Hydrozele auch ein Hodentumor.? Wenn ein Hoden schmerzt, geschwollen und gerötet ist, weist dies auf eine akute Hoden- oder Nebenhodenentzündung hin. Diese kann durch eine ein- bis zweiwöchige antibiotische Behandlung meist geheilt werden.

Sind nach dieser Zeit Hoden und Nebenhoden durch die manuelle Untersuchung, nicht klar voneinander abgrenzbar, müssen weitere Untersuchungen folgen. Sie sollen klären, ob es sich um einen Tumor handelt oder nicht.
Abtasten der Hoden

Ungeachtet aller modernen technischen Untersuchungsmethoden ist die sorgfältige manuelle Abtastung weiterhin das erste Verfahren, um zu entscheiden, ob Tumorverdacht besteht. Der Arzt tastet dabei beide Hoden sorgfältig mit den Fingern ab. Hodentumoren fühlen sich meist hart und höckerig an.

Sodann sucht er nach vergrößerten Lymphknoten, vor allem links über dem Schlüsselbein, um festzustellen, ob der Tumor bereits Lymphknoten-Metastasen gestreut hat. Er wird sich auch die Brustwarze des Mannes anschauen und ihre Beschaffenheit ertasten. Weibliche Geschlechtshormone, deren Produktion der Tumor verursacht, können die Brust anschwellen lassen.
Ultraschall

Im Zweifelsfall kann der Arzt durch eine völlig schmerzlose und ungefährliche Ultraschalluntersuchung die innere Struktur des Hodens prüfen.

Bei der Untersuchung bestreicht der Arzt zunächst den Hodensack mit einem Kontaktgel und führt dann den Ultraschallkopf über das Organ. Der Ultraschallkopf sendet Schallwellen hoher Frequenz in das Gewebe, die vom Hoden zurückgeworfen werden.? Die Echosignale werden von einem Computer ausgewertet und in Bilder umgewandelt. Die Ultraschallaufnahmen bilden die unterschiedliche Gewebsdichte genau ab und ermöglichen Rückschlüsse auf Art und Ursache der Hodenveränderung. Der Arzt kann beispielsweise erkennen, ob es sich um einen soliden Tumor handelt oder ob der Tumor zystisch ist, das heißt blasenförmig beziehungsweise gekammert ist. Mit dem Ultraschallgerät lassen sich auch die Lymphknoten des hinteren Bauchraumes untersuchen.

michiixa

Re: Gewebe im linken Hoden-Hodenkrebs?

Beitragvon michiixa » 25.05.2012, 05:31

Hallo !

Vielen Dank für die Information, ich war nun beim Urulogen, er meinte es ist eine Krampfader, wie ich vermutet hatte. Hodenkrebs ist definitv auszuschließen, er meinte ein Tumor würde sich viel härter anfühlen, nachdem er meinen Hoden abgetastet hat. Die Krampfader kann die Spermien beeinflussen in ihrer Fruchtbarkeit.

bin erstmal sehr erleichtert!


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