Bitte um Euren Rat

Operation, Doppelbiopsie
Tryout

Bitte um Euren Rat

Beitragvon Tryout » 24.06.2011, 21:12

Hallo an alle,
bin zurzeit etwas ratlos und habe ehrlich gesagt auch richtig Schiss.

Vor etwa zehn Wochen hatte ich (34) diffuse Schmerzen im Unterleib mit verstärktem Harndrang, die mein Urologe als Prostatitis deutete. Ein Urintest folgte, ein Bakterium wurde gefunden, und ich erhielt eine dreiwöchige Antiobitika-Kur (Ciprofloxacin). Die Schmerzen verschwanden nicht völlig, im Gegenteil: Es kamen Schmerzen im rechten Hodenbereich dazu. Ich also wieder zum Urologen. Nieren gecheckt - alles ok. Blut wurde abgenommen - alles ok. Spermaprobe - neuer Erreger gefunden. Es gab dann die nächste Antibiotika-Packung mit irgendsoeinem Uralt-Medikament (Nitrofurantoin). Lange Rede, kurzer Sinn: Ob's am Antibiotikum lag, das weiß ich nicht. Aber nach zwei Wochen war ich beschwerdefrei.

Wir sind dann nach Spanien in den Urlaub geflogen, wo ich natürlich häufig mit 234234 Babys stundenlang im Babyschwimmbecken lag. Und zwei Tage vor dem Abflug ging es wieder los: zwar nicht mit den Prostata-Symptomen, aber mit einem Ziehen im Bereich des rechten Hoden und/oder des Nebenhoden sowie der Leiste bzw. des Schambeins. So richtig lokalisieren kann ich den Schmerz manchmal leider nicht. Fakt ist: Wenn ich aus der Hocke aufstehe oder mit meinem Sohn in der Hocke spiele und auf dem Boden rumkrieche, strahlen die Schmerzen verstärkt Richtung Leiste aus. Aber der rechte Hoden bzw. der Nebenhoden ist definitiv auch voll mit in der Verlosung.

Habe jetzt vor, den Urologen zu wechseln, weil ich mir bei meinem bisherigen Doc vorkam wie in einem Ameisenhaufen - so voll war seine Praxis. Außderm gab es nie ein Hodenultraschall oder eine manuelle Prostatauntersuchung (nicht, dass ich drauf stehen würde ;-)). Habe inzwischen zwei, drei Selbstuntersuchungen durchgeführt. Fazit: Keine Knoten zu bemerken, aus meiner Sicht auch keine harten Stellen. Aber rechter Hoden und Nebenhoden sind definitiv berührungsempfindlich, und da ist eben dieser dumpfe Schmerz.

Frage an Euch: Was kann ich machen? Seit Beginn der Beschwerden, die mich meine gesamte Triathlonsaison gekostet haben (was das kleinere Problem ist), sind mehr als zehn Wochen vergangenen. Und ich habe keine Lust mehr, auf die Antibiosen Nummer 3 bis 1231212. Ich will einfach nur eine Diagnose! Nicht falsch verstehen: Es ist ja nicht so, dass mich die Schmerzen umbringen. Sie sind erträglich, aber eben latent vorhanden und schränken meine Lebensqualität doch ein. Komischerweise treten sie gerade nach dem Aufstehen verstärkt auf. Habe ehrlich gesagt große Angst davor, dass es doch ein Tumor sein könnte. Aber sprechen die Symptome dafür? Wie war das bei Euch?

Danke jedenfalls für Euer Ohr und Eure Einschätzungen

Zurück zu „Diagnoseverfahren“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast