Wielange?

Leitlinien, Intervalle
funkenstein_

Wielange?

Beitragvon funkenstein_ » 24.09.2004, 19:06

Eine Frage habe ich noch Markus, wie lange sollte man zur Nachuntersuchung gehen, ich meine kann es vorkommen, dass auch wenn man Krebsfrei ist ploetzlich wieder etwas kommt?

funkenstein

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Marcus Döring
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Beitragvon Marcus Döring » 24.09.2004, 19:12

Hallo funkenstein,

die Leitlinien gehen davon aus, daß zwar die Art der Nachsorgeuntersuchungen (Marker, Sono, CT, Röntgen, etc.) je nach Typ (Seminom, Nicht-Seminom) und Stadium varrieren, die Dauer allerdings auf 10 Jahre mindestens ausgelegt ist:

Die Nachsorgeuntersuchungen sind – mit Ausnahme der fortgeschrittenen Stadien mit »intermediate oder poor prognosis«-Kriterien nach IGCCCG – weitgehend einheitlich für alle Stadien, Histologien und Therapiemodalitäten im ersten und zweiten Jahr alle drei Monate durchzuführen, nachfolgend in Abhängigkeit von der Tumorart und den erfolgten Therapiemodalitäten (Tabellen IVa–c).
Zur Beurteilung des Retroperitonealraumes ist eine Computertomographie, durchgeführt nach den Richtlinien der Bundesärztekammer zum Geräte- und Untersuchungsstandard, einer Sonographie überlegen. Die CT-Untersuchung muss die kranialen Beckenabschnitte einschließlich der Aufzweigung der Iliakalgefäße umfassen.
Bei der Dauer der Nachsorge über das fünfte Jahr hinaus ist neben dem Risiko von Spätrezidiven auch zu beachten, dass nach Chemo- und/oder Radiotherapie ein geringes Risiko (ca. zwei- bis dreifach) für therapieinduzierte Zweitmalignome besteht. Ebenso ist bei 5% der Patienten, bei denen eine kontralaterale Hodenbiopsie nicht erfolgte, die Entwicklung eines testikulären Zweittumors zu erwarten.
In einigen Stadien wird auf Empfehlungen zu radiologischen Untersuchungen über das 5. Nachsorgejahr hinaus oder beim Nichtseminom im Stadium CS IIA/B nach RLA und Chemotherapie verzichtet, weil keine Rezidive berichtet wurden und weil Zweittumoren durch Bildgebungsdiagnostik nicht frühzeitig, sondern zumeist aufgrund klinischer Symptomatik erkannt werden. Bei diesen Patienten sollte individuell über die Relevanz und Frequenz der apparativen Nachsorge entschieden werden.


Siehe, auch für detalliertere Tabellenschemata mit Zeiten die Leitlinien, zu finden unter: http://www.forum-hodenkrebs.de/viewtopic.php?t=38

Mit freundlichem Gruß,
Marcus

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HT-Patient1989
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Beitragvon HT-Patient1989 » 14.11.2007, 04:42

Hey ...

meine Krankenkasse (GEK) hat mich als "besonderen" Patienten geführt ... zahlt immer noch meine 2 malige Nachsorge im Jahr (je ca. 80,-€) ...

JA - ich gehe immer noch zur Nachsorgeuntersuchung ... NEIN, ich mache mich nicht verrückt damit ...

WARUM mache ich das ??

- Ich komme dabei immer Mittwochs mit anderen "alten" und " neuen" Chemos / Glatzen :wink: zusammen und wir tauschen uns aus ....

- Für mich war damals auch jemand da ... ich möchte es weitergeben :)

- Die Langzeitstudie meiner DOCs will auch Ergebnisse ... also auch ÜBER 10 Jahre hinaus ... wenn es der Wissenschaft hilft ... helfe ich gerne ... dann können neue Erkenntnisse einfließen in die morgige Behandlung ...


DU entscheidest selber ... WAS und WIE lange es gemacht wird ...
Lieben Gruß ...
Stefan - HP
> htpatient(at)web.de <

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