Meine kl.Geschichte-Bewertung der Tumormarkerentwicklung.

Chemotherapie, Bestrahlung, Operation, alternative Methoden, Psychoonkologie, Wait and See
Gm78
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Meine kl.Geschichte-Bewertung der Tumormarkerentwicklung.

Beitragvon Gm78 » 20.03.2014, 09:42

Ich weiß seit Ende Januar 2014 von meiner Hodenkrebserkrankung. Zuvor bemerkte ich geschwollene Lymphknoten über dem linken Schlüsselbein. Nach Entfernung einer Probe der Lymphknoten, stand nach der histologischen Untersuchung der Probe fest, dass die Ursache der Lymphknotenschwellung ein Hodentumor ist. Am 8. Februar diesen Jahres erfolgte ein Eingriff am Hoden. Hier konnte bei einem Schnelltest kein aktiver bzw. bösartiger Tumor festgestellt werden. Es wurde lediglich Narbengewebe entfernt. Im Labor wurde zwei Wochen später erkannt, dass es sich bei dem Gewebe, um einen abgestorbenen Tumor gehandelt hat. Dieser Tumor hat sich zuvor - meinem med. Verständnis nach - über eine Lymphbahn auf verschiedene Lymphknoten im Bauch-/ Thoraxraum ausgebreitet. Diverse Lymphknoten sind in der Größe nun leicht verändert (CT-Befund). Ein Onkologe sprach davon, dass die Knoten etwas größer aber noch im Toleranzbereich wären.

Äußerlich sichtbare Veränderungen der Lymphknoten waren nur an der Schlüsselbeinmulde erkennbar.

Kurz vor der OP am 06.02.2014 betrug der Wert des Tumormarkers Beta HCG etwa 14000.

11 Tage später trat ich meine Chemotherapie an.

Angedacht vom behandelnden Chefarzt der Urologie sind 4 Zyklen PEB.

Am ersten Tag der Therapie (17.02.2014) war der Wert des Beta HCG auf 16000 angestiegen.

Am vergangenen Montag (8.Tag im 2. Zyklus PEB) wurde der Wert des o.g. Markers erneut bestimmt.

Der Wert des Beta HCG stand nun lediglich bei

41,43.

Mein Arzt und auch ich waren darüber hoch erfreut. Über eine mögliche Therapieverkürzung auf lediglich 3 Zyklen wurde seitens des Arztes gar nicht erst eingegangen.

Da die Therapie auch sehr an der gesunden Substanz meines Körpers nagt, würde ich mir persönlich eine Verkürzung der Therapie um 3 Wochen (ein Zyklus weniger) sehr wünschen. Jedoch macht dies nur Sinn, wenn der gesamte Heilungsverlauf damit nicht beeinträchtigt wird.

Nun meine eigentliche Frage. Wie ist der rapide Rückgang der Tumormarker zu beurteilen und wie sinnlos oder sinnvoll erscheint der Gedanke einer Therapieverkürzung auf 3 Zyklen PEB?


Über eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar.

Ingbert
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Re: Meine kl.Geschichte-Bewertung der Tumormarkerentwicklung

Beitragvon Ingbert » 17.04.2014, 10:24

Ich kann dir keine medizinisch fundierte Antwort geben, aber ich würde mich an das halten, was die Ärzte empfehlen und notfalls lieber auf Nummer Sicher gehen. So sehr ich deinen Wunsch nach Verkürzung der Chemo verstehen kann, würde ich doch in diesem Punkt kein Risiko eingehen. Dein Körper wird sich danach wieder erholen. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!

Gm78
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Re: Meine kl.Geschichte-Bewertung der Tumormarkerentwicklung

Beitragvon Gm78 » 18.04.2014, 13:56

Ingbert hat geschrieben:Ich kann dir keine medizinisch fundierte Antwort geben, aber ich würde mich an das halten, was die Ärzte empfehlen und notfalls lieber auf Nummer Sicher gehen. So sehr ich deinen Wunsch nach Verkürzung der Chemo verstehen kann, würde ich doch in diesem Punkt kein Risiko eingehen. Dein Körper wird sich danach wieder erholen. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!




Lieber Ingbert.


Vielen Lieben Dank für dein Statement. Am Ostermontag beginnt mein 4. Zyklus. Ich hoffe, ich werde die 7 verbleibenden ambulanten Therapietage genauso gut überstehen wie die letzten 21!

Ich wünsche dir und deinen Lieben schonmal gesegnete Ostern.

Lieben Gruß

Gilbert

Ingbert
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Re: Meine kl.Geschichte-Bewertung der Tumormarkerentwicklung

Beitragvon Ingbert » 20.04.2014, 12:46

Hallo Gilbert,
ich finde es sehr gut, dass du dich dazu entschlossen hast, weiterzumachen. Ich wünsche dir für morgen und die folgenden Tage viel Kraft und Geduld, Durchhaltevermögen und eine gesunde Portion Optimismus! Vielleicht magst du dich danach nochmal melden, um zu berichten, wie es war und wie es dir dann geht.
Alles Liebe und Gute!

JustusJonas
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Re: Meine kl.Geschichte-Bewertung der Tumormarkerentwicklung

Beitragvon JustusJonas » 06.05.2014, 13:58

Auch von meiner Seite aus wünsche ich dir viel Kraft für den weiteren Weg. Auch wenn ein Abbruch manchmal als die einfachere Variante erscheint und wir Angst haben, so dürfen wir dennoch nicht den Galuben verlieren. Alles Gute dir!


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