TIN: Bestrahlung vs. Entfernung des Hodens

Chemotherapie, Bestrahlung, Operation, alternative Methoden, Psychoonkologie, Wait and See
Ron

TIN: Bestrahlung vs. Entfernung des Hodens

Beitragvon Ron » 24.05.2010, 21:20

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor der Entscheidung mir entweder einen Hoden entfernen zu lassen oder eine Bestrahlung vornehmen zu lassen.
Die Vorgeschichte dazu ist folgende: Bei einer Kontrolluntersuchung wurde bei mir der Verdacht auf einen Hodentumor festgestellt. Daraufhin wurde ich operiert. Bei der Operation wurden Proben aus beiden Hoden entnommen. Diese wurden per Schnellschnitt geprüft. Das Ergebnis war negativ, also kein Tumor, so dass beide Hoden verbleiben konnten. Sechs wochen später wurde mir jedoch mitgeteilt, dass bei Folgeuntersuchungen in einem Hoden TIN festgestellt wurde (testikuläre intraepitheliale Neoplasie ). Also eine Vorstufe von Hodenkrebs. Nun stehen mir obengenannte Therapiemöglichkeiten zur Wahl und ich bin ein wenig verunsichert. Einerseits würde ich gerne eine weitere OP umgehen und den Hoden behalten. Andererseits wurde mir geesagt, dass bei einer Bestrahlung auch der andere Hoden evtl. geschädigt wird und nie mehr sicher ist, ob nicht beschädigte Zellen bei einer Schwangerschaft zu einer möglichen Behinderung des Kindes führen (noch bin ich kinderlos, so dass dies auf jeden Fall noch ansteht). Darüberhinaus meinte die Ärztin jedoch auch, dass Sie mir dazu kaum etwas sagen kann, da der Fall, dass TIN unabhängig von einem bestehenden Hodentumor diagnostiziert wird bei ihr noch nicht vorgekommen ist. Wie würdet ihr euch hier verhalten?

Beste Grüße

Gast

Re: TIN: Bestrahlung vs. Entfernung des Hodens

Beitragvon Gast » 06.07.2013, 16:21

Hallo Ron,

die Sache ist ja jetzt schon 3 Jahre her - ich bin auf deinen Beitrag gestoßen, da bei mir das gleiche Problem besteht.
Auch bei mir wurde ein Schnellschnitt gemacht mit negativem Ergebnis, bei der nachträglichen pathologischen Untersuchung wurden jedoch TIN-Zellen festgestellt.
Eine Bestrahlung befand man bei der Charité als zu riskant für den anderen Hoden wegen der Streustrahlung.
Momentan (ein Jahr nach der Diagnose) bin ich bei meinem Urologen alle 3 Monate zur Kontrolle, wobei er mir zunehmend nahe legt, den betreffenden Hoden entfernen zu lassen,
da er stark verkleinert und "inhomogen" sei.
Mich würde natürlich interessieren, wie du dich verhalten hast bzw. wie es dir ergangen ist.

Viele Grüße

g_tom
Beiträge: 2
Registriert: 04.07.2013, 15:53

Re: TIN: Bestrahlung vs. Entfernung des Hodens

Beitragvon g_tom » 18.07.2013, 16:31

Hallo Ron,

die Sache ist ja jetzt schon 3 Jahre her - ich bin auf deinen Beitrag gestoßen, da bei mir das gleiche Problem besteht.
Auch bei mir wurde ein Schnellschnitt gemacht mit negativem Ergebnis, bei der nachträglichen pathologischen Untersuchung wurden jedoch TIN-Zellen festgestellt.
Eine Bestrahlung befand man bei der Charité als zu riskant für den anderen Hoden wegen der Streustrahlung.
Momentan (ein Jahr nach der Diagnose) bin ich bei meinem Urologen alle 3 Monate zur Kontrolle, wobei er mir zunehmend nahe legt, den betreffenden Hoden entfernen zu lassen,
da er stark verkleinert und "inhomogen" sei.
Mich würde natürlich interessieren, wie du dich verhalten hast bzw. wie es dir ergangen ist.

Viele Grüße

g_tom
Beiträge: 2
Registriert: 04.07.2013, 15:53

Re: TIN: Bestrahlung vs. Entfernung des Hodens

Beitragvon g_tom » 08.01.2015, 12:53

Zur Info: ich habe mir den betreffenden Hoden dann doch entfernen lassen. Bei der pathologischen Untersuchung wurde dann tatsächlich ein Seminom festgestellt, so dass es eine gute Entscheidung war.


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