TIN-2-Studie, deutsche Studie zur Doppelbiopsie

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Marcus Döring
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TIN-2-Studie, deutsche Studie zur Doppelbiopsie

Beitragvon Marcus Döring » 14.03.2004, 15:17

offline http://www.albertinen.de/Fachsymposium/diec0201.htm
http://web.archive.org/web/20040217204814/http://www.albertinen.de/Fachsymposium/diec0201.htm

Fazit:

Am 31.07.2003 wurde die Rekrutierungsphase der TIN-2-Studie endgültig beendet. Bis zu diesem Tag konnten insgesamt 2428 Patienten in die Studie eingebracht werden. Damit ist die TIN-2-Studie eine der größten klinischen Studien, die jemals in der deutschen Urologie durchgeführt wurden.

Eine erste Zwischenauswertung wurde auf dem Deutschen Urologen-Kongress in Hamburg am 26.09.2003 vorgestellt (V 9,8).

Hier die wichtigsten vorläufigen Endergebnisse in Kürze:

Von 2428 Patienten hatten 122 eine kontralaterale TIN, dies entspricht einer TIN-Prävalenz von 5,01%. 83 Patienten (3,41%) hatten TIN in beiden Biopsien. Einen positiven Befund in nur einer der beiden Biopsien hatten 39 Patienten (1,6%). Das bedeutet, dass in ca. einem Drittel aller TIN-postiven Patienten nur eine von beiden Biopsien positiv ist. Falls man nur eine Biopsie insgesamt durchführen würde, wäre eine hohe falsch-negativ Rate zu erwarten. Damit steht das wichtigste Ergebnis dieser multizentrischen Studie fest:

Zwei Biopsien sind erheblich sicherer als nur eine!

Die neue Standardmethode zur TIN-Diagnostik ist daher die Doppelbiopsie!

gund
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Re: TIN-2-Studie, deutsche Studie zur Doppelbiopsie

Beitragvon gund » 01.05.2011, 20:26

Hallo,
das ist ja wirklich interessant. Ich befasse mit jetzt erst seit kurzem mit diesem Thema und bekomme oft Achselschweiß, wenn ich etwas neues lese. Ich bin sehr froh, dass man weiterhin forscht und neue Lösungen sucht.
Zuletzt geändert von gund am 30.05.2011, 16:06, insgesamt 1-mal geändert.


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