Wie STELLT man Hodenkrebs FEST?

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Marcus Döring
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Wie STELLT man Hodenkrebs FEST?

Beitragvon Marcus Döring » 06.06.2009, 20:46

[ --- Nota bene: Soweit nicht anders kenntlich gemacht ist jegliche Information auf dieser Seite von einem Hodenkrebspatienten geschrieben und zusammengestellt, der keine ärztliche Ausbildung besitzt. Obwohl sorgfältigst recherchiert kann und soll dies jedoch nicht den persönlichen Besuch bei Eurem Arzt ersetzen! --- ]

Die Diagnose Hodenkrebs wird höchstwahrscheinlich erst durch eine Mehrzahl von Untersuchungen eindeutig gestellt werden können:

Normalerweise beginnt ein Arzt mit einer körperlichen Untersuchung, bei der insbesondere beide Hoden und der Hodensack genauer untersucht werden.
Ich rate sehr dazu, regelmäßig zuhause selbst eine Überprüfung durchzuführen. Hier ist eine kurze Einführung in diese Selbstuntersuchung des Hodens und was dabei gemacht wird.

Anmerkung und Exkurs: Wenn Ihr unsicher seid, geht zum Arzt, um es abklären zu lassen. Wenn Ihr Euch schämt, wenn es Euch unangenehm ist, seid Ihr bestimmt nicht die ersten und: tut's trotzdem. Jeder Urologe hat in seinem Leben schon dermaßen viele männliche Genitalien gesehen, dass es für ihn völlig normal geworden ist. Aus eigener Erfahrung sage ich Euch: Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr im Umfeld einer urologischen Praxis eine Erektion bekommt, hält sich sehr in Grenzen. Keine hübsche MTA wird genau in dem Moment hereintreten, wenn der Urologe den Hodensack untersucht. Und wenn doch, oder wenn der Urologe eine Urologin sein sollte: Aus eigenen Diskussionen mit Ärzten weiss ich, dass das für keinen der Gesprächspartner etwas besonderes war. Es ist einfach ihr Job. - Und ich versichere Euch: Nichts wird nach dem Arztbesuch schöner sein, als die Gewissheit, dass da gar nichts war...

Es mag sich eine Ultraschalluntersuchung des Hodensacks anschließen, um zwischen Krebs und Knötchen bzw. (Kalk-) Ablagerungen aufgrund anderer Ursachen zu unterscheiden.
Eine Ultraschalluntersuchung ist eine Methode, die hochfrequente Schallwellen nutzt, um Bilder von Gewebe oder anderer Strukturen zu erhalten. Diese Untersuchung ist weder schmerzhaft noch gefährlich oder mit Nebenwirkungen verbunden.

Blutkontrollen sind ein weiteres probates Mittel der Diagnose, obwohl es wahrscheinlicher ist, daß das Blut eines Patienten nach der Diagnosestellung regelmäßig kontrolliert wird, um den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen.
Viele Hodenkrebstypen produzieren bestimmte Stoffe, die in den Blutkreislauf gelangen. Zwei wichtigste Stoffe, die auch Tumormarker genannt werden, sind Alpha-Fetoprotein (AFP) und Beta-Human-Chorionic-Gonadotrophin (beta-HCG oder BHCG).

Bei hinreichendem Verdacht - und nur dann - wird die endgültige Diagnose sehr wahrscheinlich erst durch einen chriurgischen Eingriff gestellt werden können, bei der der befallene Hoden kurzzeitig aus dem Hodensack freigelegt wird. Dies erfolgt nicht durch Schnitt in den Hodensack, sondern durch einen Schnitt in der Leiste; durch die entstandene Öffnung wird der entsprechende Hoden am Samenstrang aus dem Hodensack herausgezogen und wieder zurückgeführt.

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