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GANZHEITLICHE Behandlungsmöglichkeiten

Verfasst: 06.06.2009, 20:43
von Marcus Döring
[ --- Nota bene: Soweit nicht anders kenntlich gemacht ist jegliche Information auf dieser Seite von einem Hodenkrebspatienten geschrieben und zusammengestellt, der keine ärztliche Ausbildung besitzt. Obwohl sorgfältigst recherchiert kann und soll dies jedoch nicht den persönlichen Besuch bei Eurem Arzt ersetzen! --- ]

Vorweg: Meines Erachtens ist die konventionelle Art der Behandlung nicht ausreichend, um mit der Krankheit Hodenkrebs vollständig umzugehen. Sie bietet jedoch eine hervorragende, oft unumgängliche Möglichkeit, das Risiko und die anfängliche Belastung der Krebsdiagnose anzugehen und vorhandene oder zukünftige Schmerzen zu lindern. Konventionelle Behandlung ist wichtig und ich schätze die sich damit bietenden Möglichkeiten der modernen Medizin sehr,- um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, daß ich ohne sie überlebt hätte.

Aber ich bezweifele, daß es für einen Krebskranken jemals auch nur entfernt eine Entwicklung wie Heilung geben kann, ohne daß ganzheitliche Aspekte bei der Behandlung integriert werden; ohne daß sich der Mensch damit auseinandersetzt, wer er ist und was Krankheit bedeutet; ohne daß er lauscht, die Hinweise vernimmt und versteht; ohne daß er ändert und sich verändert.

Ich gebrauche dabei den Begriff ganzheitlich, um anzudeuten, daß das Konzept einer solchen Medizihn (im positiven Sinne einer Medizinkunst) mehr umfaßt als nur konventionelle Möglichkeiten. Er bezeichnet dabei ausdrücklich eine Obermenge, umfaßt also auch die konventionellen Methoden. Er akzeptiert jedoch ebenfalls andere Denkweisen und die damit verbundenen großen Chancen; Denkweisen mit langen Entwicklungen und Erfahrungen, deren Entstehung oft viele Menschengeschlechter zurückliegt und oft mit persönlichen (auch: religiösen) Einsichten verbunden ist (kontroverse Namen wie Paracelsus, Rudolf Steiner, Hildegard von Bingen, Sebastian Kneipp bspw. vor einem europäischen Kulturhintergrund).

Mindestens ebenso wichtig: betrachten diese ganzheitlichen Methoden auch Aspekte des Menschen, die nicht (nur) mit dem Begriff des Körpers nach klassischem Verständnis verbunden sind; mit Aspekten der Seele und des Geistes.

Das zugrundliegende Paradigma der ganzheitlichen Medizin ist also verschieden von der klassischen Schulmedizin: Es ist offener und umfassender. Es mag ausreichen anzumerken, daß (Krebs-) Krankheit und deren Symptome hilfreich und bedeutungsvoll sind; daß sie ein Teil der langen Reise sind, die ein (Krebs-) Kranker unternimmt, um zu realisieren, was sich in sich, in seinem Körper ereignet, und um Heilung zu erfahren. Beobachtung und (An-) Erkennen, nicht (blinde) Veränderung sind dabei als erste Schritte das A und O; Realisierung dessen, was der Körper stellvertretend für den ganzen Menschen (er-) lebt, weil der Mensch das dem Symptom zugrundeliegende Prinzip noch nicht bewußt integriert hat.

Ganzheitliche Methoden können dem Menschen dabei auf seiner Reise helfen. Die folgende Aufstellung enthält beispielhaft Elemente, auf die ich gesetzt habe und teilweise immer noch setze. Sie ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was möglich ist, und zudem auch in keiner (vor allem keiner wertenden) Reihenfolge:

    Immun- und Hormontherapie:-
    Ernährungsweise und Diäthetik:-
    Wärme- und Kältebehandlung:-
    Tai Chi:-
    Bildhauerei und Modellierung, Musik und Tanz:-
    Misteltherapie:-
    Akupressur und -punktur:-
    Sport:-
    Progressive Muskelentspannung:-
    Sport:-
    Psychoonkologie:-
    Maltherapie:-
    Narbenbehandlung und -massage, Entstören von Narben:-
    Religion und Meditation:-

Alles Ansätze, die sich eben auf alle drei Aspekte des Menschen beziehen: Körper, Seele und Geist.
Es ist so einen Unterschied zu der Zeit, als mein Behandlungsteam nur aus konventionellen Ärtzen bestand!

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