Hodenimplantat nach Krebs

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Stephanie

Hodenimplantat nach Krebs

Beitragvon Stephanie » 24.02.2007, 15:13

Hallo!

Meine Frage scheint vielleicht auf Anhieb recht seltsam, deshalb muss ich zunächst ein wenig erklären. :) Ich bin weiblich, man möchte mir mein Unwissen daher vielleicht verzeihen.

Ich habe seit einiger Zeit einen neuen Freund. Vor sieben Jahren hatte er Hodenkrebs und ihm wurde ein Hoden entfernt. Glücklicherweise hat sich in der Nachsorge kein neuer Krebs ergeben, er ist also geheilt.

Er ist jetzt 29, und aufgrund seiner Schüchternheit und dann noch der OP immer noch Jungfrau (bis vor einigen Wochen), daher ist er es auch nicht gewohnt, seine Sexualität mit Frauen zu "diskutieren". Manchmal setzt er einfach voraus, dass ich Dinge erahne, weil er sich nicht traut, das eigentliche Thema anzusprechen.

Vor 3 Tagen hat er mich gefragt, ob er sich vielleicht ein Implantat einsetzen lassen sollte. In meiner "Naivität" bezog ich diese Frage darauf, ob es mich vielleicht stört, dass er nur einen Hoden hat, also verneinte ich, denn die Gefahren einer Vollnakose sollte man nur auf sich nehmen, wenn es gar nicht anders geht, und mich stört es wirklich nicht.

Das nächste "Problem", was sich ergeben hat ist allerdings, dass sein Penis recht kurz ist. Darüber haben wir zwar nicht gesprochen, und sowas kann ich ihm ja wohl auch schlecht vorwerfen, aber es wird ihm ja auch schon aufgefallen sein. Jetzt hab ich mich gefragt - und es mag wirklich eine dumme Frage sein - ob der Penis vielleicht seit der OP tiefer im Körper sitzt (durch den fehlenden Hoden), und er bei seiner Frage vorausgesetzt hat, dass ich das weiß (sowas tut er gern). Und jetzt überlege ich, ob ich das Thema noch mal anschneiden sollte, denn eigentlich hatte ich nicht geplant mit ihm über seine Penislänge zu diskutieren, weil das ja auch wirklich nur zu dem Ergebnis führen kann, dass es ihn verletzt, und das will ich nicht.

Kann mir jemand hier also diese Frage beantworten? Kann es sein, dass das Entfernen eines Hoden dazu führt, dass der Penis "kürzer" wird, also tiefer im Körper sitzt und dass das mit einem Implantat behoben werden könnte?

Katrin

Beitragvon Katrin » 26.02.2007, 08:15

Also ich bin kein Arzt, aber ich würde sagen nein. Hätte ich noch nie gehört und kann ich mir auch "praktisch" nicht vorstellen. Die Entfernung eines Hodens bzw. ein Implantat hat nichts mit dem Penis zu tun.

ille

kürzerer Penis nach Hodenentfernung

Beitragvon ille » 29.03.2007, 21:48

Hallo Steffi,

ich bin jetzt 28 Jahre alt, und mir wurde im Alter von 15 Jahren der linke
Hoden entnommen (Orchiektomie), weil er sich verdreht (Torsion) und sich entzündet hatte. Ich kann NICHT bestätigen, daß mein Penis durch diesen Eingriff kürzer geworden wäre. Die einzigen Nachteile spielten sich in meinem
Kopf ab. Das Problem des verlorenen Hodens wurde in meinem Kopf so groß, daß ich im Alter von 18 Jahren versuchte, mir das Leben zu nehmen.
Danach besuchte ich 2 Jahre lang einen Therapeuten, der mir half,
besser mit meinem Problem umzugehen. Eins muß ich zugeben: Keine meiner Ex-Freundinnen samt meiner Ex-Frau hatten ein Problem mit meinem fehlenden Hoden, nur ich. Nun habe ich mich entschlossen, mir endlich ein Hodenimplantat einsetzen zu lassen - nur für mich. Ich denke, dann kann ich mir endlich wieder vollwertig vorkommen. Das muß halt jeder für sich selbst entscheiden. Wenn Du Deinem Freund helfen willst, kannst Du ihn unterstützen, indem Du mit Ihm am besten zu einer erfahrenen Urulogin begleitest (Frauen sind in solchen Sachen in der Regel einfühlsamer als Männer) :lol:
Machs gut viele Grüße an Deinen Freund

Ilja

Gast

Beitragvon Gast » 11.04.2007, 06:57

Hallo Stephanie,
also ich muß Dir sagen das mein Penis auch nicht der größte ist bei wetem nicht und ich war bis 26 auch noch Jungfrau und bin bis heute schüchtern gegenüber Frauen.Mir wurde vor zwei Monaten der rechte Hoden wegen Hodenkrebs entfernt und jetzt bin ich gerade im ersten Zyklus Chemo und habe noch einen vor mir.Nein mein Penis ist noch nicht kleiner geworden kann mir auch nicht vorstellen das es noch passiert.
Ich bin heute 32 und ich habe absolut kein Problem über mein Krebs und meines fehlenden rechten Hodens zu reden,weil das eine böse Krankheit ist und weil sie jeder Mann bekommen kann.Ich habe momentan noch kein Problem das mir der rechte Hoden fehlt und werde es auch nicht bekommen weil hauptsache Leben alles andere ist weniger wichtig.
Ich muß sowieso sagen das die Krankheit mein ganzes Leben komplett verändert hat.Auch dieser Schub an Selbstbewustsein ist richtig gut.
Wenn es Deinem Freund nicht so ergangen ist dann hab noch etwas Geduld mit ihm,wie gesagt ich bin jetzt 32 und ich ein paar Jahren anders darüber gedacht hätte weiß ich nicht.Ich wäre froh wenn ich eine Frau hätte denn das ist das wichtigste das man nicht alleine ist,aber ich bin halt auch noch schüchtern eine anzusprechen.Alles Gute für euch beide wünscht euch der Sven!


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