Hatte 2003 Krebs...

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Zac

Hatte 2003 Krebs...

Beitragvon Zac » 26.10.2006, 21:42

hallo...
ich habe 2003 zum ersten mal den tumor in meinem linken hoden bemerkt. ich konnts das daraufhin gut verdrängen und bin ein halbes jahr damit herumgerannt... heute weiß ich nach OP, Chemo, Prothese etc. (das ganze programm halt) dass das auch das ende hätte bedeuten können... das problem ist aber, dass ich mir immer häufiger die frage stelle, warum ich habs behandeln lassen.... sonst wäre "es" ja jetzt wohl vorbei.... cih bin 24, hatte noch nie eine freundin und leide sehr unter meiner einsamkeit... nun ists es auch so, dass ich das thema vor meine arbeitskollegen etc verheimliche... und so sehr ich auch verliebt bin, ich habe immer eine sperre drin. es könnte ja auch sein, dass diejenige dann das verbreitet...und das ganze hat sich inzwischen zu einer spirale entwickelt, die immer enger wird... so macht mir das einfach keinen spaß mehr... zusätzlich bestehen auch noch andere körperliche probleme, wie herzinsuffizienz, die auch teils schmerzen verursacht. und ich gehe auch gar nicht mehr zur nachkontrolle des blutes etc... mir ist das alles so egal geworden und ich weiß nicht, wo das enden soll... ich denke, ich würde -falls der krebs wiederkommen sollte- es nicht wieder behandeln lassen... ich weiß nicht, geht es sonst noch jemandem so? ich bin verzweifelt, ich habe auch niemanden, mit dem ich drüber sprechen kann...würde mch freuen, wenn mir jemand was dazu schreibt... bis dann. "Zac"

Gast

Beitragvon Gast » 26.10.2006, 23:32

Was hast du denn nach dem halben Jahr anderes "gemerkt"?
Oder bissu einfach zum Arzt gegangen?
Ich hab auch so ne "schnur" im linken hoden die scheint mir relativ fett gegenüber der minischnur im rechten hoden und wnen ich anna linken schnur rumspiele krieg ichs mit der angst zu tun denn dannach habe ich nen leichtes ziehen da immer. Nebenbei habe ich totale Gliederschmerzen und n klein wenig Luftprobleme, was aber wohl an meiner Grippe liegt. Aber passender zeitpunkt -.- jedenfalls der arzt meinte wenn das weiterhin wehtut soll ich nochmal kommen ansonsten merkt er da nix auffälliges doch ich denk immer es ist diese schnur da =( (mit diesen erbsengroßen dingern die dadrin sind). das könnten natürlich auch nur irgednwelche samen sein...
aber da ich erst 15 bin kenne ich mich da kaum aus. jedenfalls zieht das da öfter mal. naja ich weiß nicht, tut dann auch manchmal der sack weh bzw. das da drin wenn man ne grippe mit gliederschmerzen hat?
ich hoffe du hast rat... das liegt mir nämlich echt aufm herzen.

sailor

versteh dich

Beitragvon sailor » 28.10.2006, 02:33

hallo zac!

gib dich ned auf! ich hatte so vor 5 Jahren Hodenkrebs, da war ich so 35 Jahre und mir wurden beide Hoden entfernt. Danach Chemo. Erstmal dachte ich auch alles is vorbei. Alles was im leben spass machen könnte. Aber dann hab ich gemerkt is ned so. Ich hab dann mal sex gehabt, aber ohne Implantate. Und da hab ich mich auch geschämt, weil da was gefehlt hat. Dann hab ich mir implantate einsetzten lassen, und jetzt fühl ich mich wieder besser. Inzwischen ist das wie gesagt einige jahre her und die wunden sind kaum mehr zu sehen. Also äusserlich passt alles wieder. Aber ich hab auch lange gebraucht um damit irgendwie fertig zu werden, is halt echt ne schlimme sache, wenn dir so etwas passiert. Ich denk, du brauchst einfach auch noch zeit, um damit klar zu kommen. Gib dich aber bitte nicht auf, du bist echt noch sehr jung, und da kann sich noch jede menge auftun für dich. Ich versteh deine Gedanken, ich hatte öfter mal dieselben. Ich hab mich auch auch gefragt, obs ned besser gewesen wär, wenn damals einfach schluss gewesen wär. Is auch sehr schwierig mit anderen Menschen darüber zu reden. Bei mir wissen es auch nur mein besten Freunde, aber das hat mir schon sehr geholfen und ich bin dabei, als ich es ihnen erzählt hab nie auf schlechte Reaktionen gestossen. Was ich aber auch ned machen würde, is es meinen Arbeitskollegen zu erzählen. Aber es muss ja auch ned jeder gleich wissen. Sieht man bei dir noch etwas von deiner O.P. ? Bei mir sind die wunden inzwischen so weit verheilt, daß man kaum mehr etwas sieht. Deshalb mein ich ja auch, vielleicht brauchst einfach noch mehr Zeit. Jedenfalls gib dich ned auf! Ich mein jetzt damit auch nicht einfach, alles easy und denk positiv. Ich weis schon aus eigener erfahrung, daß solche probleme ned so einfach zu verarbeiten sind, sonder ein wirklicher Hammer sind im Leben , aber was ich versuch dir zu vermitteln is, daß alles wieder besser werden kann, auch wennst dich momentan scheiße fühlst. Verstehe ich, hab das auch durchgemacht! Aber es gibt ja fast für jedes Problem auch ne Lösung.

Wennst niemanden zum reden hast, mit mir kannst dich gern darüber unterhalten, ich weis dass das hilft und ich würd dir sehr gern irgendwie helfen! Wäre schön, wennst dich wieder melden würdest!

Schöne grüße von sailor!

Zac

Re: @ "Gast" & Sailor

Beitragvon Zac » 28.10.2006, 14:34

hi!
erstmal @ "Gast" : offensichtlich warst du schon beim arzt. auf was anderes kann es ja eh nicht hinauslaufen. ich war zu der zeit, als ich den tumor bemerkt habe, bei der bundeswehr. bin dann da zum arzt und der hat tatsächlich nichts "ungewöhnliches" gefunden.... und das , obwohl er ja abgetastet und ultrageschallt hat... wenn du dir darüber sorgen machst, dann geh eben nochmal zum arzt. oder zu einem anderen. ich hab ja nun die erfahrung gemacht, dass der erste arzt den tumor "übersehen" hat . ist auch n ding der unmöglichkeit gewesen... der tumor war ja definitiv da! ich hatte auch erst mit dem gedanken gespielt, den arzt deshalb anzuzeigen, aber ich hatte , als alles vorbei war, nur noch verdrängung im sinn. also, der einzige rat, den ich dir geben kann ist : NOCHMAL ZUM ARZT!

so, nun @ sailor: ich denke, dass das, was ich mit meinem "eintrag" aussagen wollte, nicht ganz angekommen ist.... ich leide einfach soooo sehr unter meiner einsamkeit, dass ich eben des öfteren den wunsch habe, dass es doch besser zu ende wäre.... und da hätte mir der krebs ja sogar bei "helfen" können, hätte ja logischerweise einfach nichts machen brauchen.... dann wäre man irgendwan mit schmerzmitteln vollgepumpt worden und hätte das ende wohl eh nicht mehr mitbekommen....
ich weiß auch nicht... hab auch schon mal überlegt, professionelle hilfe in anspruch zu nehmen oder mich mit ebenfalls betroffenen menschen (in ner gruppe oder so) zu treffen und wer weiß, evtl. in irgendeiner art und weise zu engagieren....
aber ich weiß es halt alles nicht und meine verzweiflung nimmt stätig zu....
seit jahren bin ich in eine gute freundin verliebt und ihr hab ich , als ich im krankenhaus war , gesagt, das sei eine "leisten-op" .
ich denke, ich habe einfach angst... angst davor, immer allein zu bleiben... ich möchte doch auch eine liebe freundin und erleben, wie es ist geliebt zu werden... ich glaub, ich bin bereits in meinen jungen jahren verbittert.... ;-(
ich habe die liebe ja nie kennengelernt. nur in der form, dass sie unerfüllt bleibt und schmerzt...denn meine erfolgsquote liegt bei 0 %. ich hatte auch noch nie sex.... ;-( und ich seh nicht scheiße aus. es liegt wohl daran, dass ich psychisch wohl einen weg habe.... und das macht mich so traurig, dass ich nicht weiter weiß... ich war früher auch anders. da war ich selbstbewusster und hatte freude und zuversicht, aber das hat sich geändert.... es kann ja auch sein, dass ich es einfach zu sehr möchte, dass mich jemand mag... und dann immer noch immer nur auf die schnauze zu fallen tut weh.
ich danke dir ,sailor, dass ich mal jmd hab, dem ich sowas anvertrauen kann... ich hab sonst keinen, mit dem ich drüber reden kann....


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