hodenkrebs trotz nicht anschlagender krebsmarker????

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derloddy
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hodenkrebs trotz nicht anschlagender krebsmarker????

Beitragvon derloddy » 03.07.2005, 14:03

hallo erstmal, bei mir wurde letzte woche ein fester, nur teilweise vom hoden abgrenzbarer tumor festgestellt mit verdacht auf seminom, da zellgewebe auf dem ultraschall erkennbar. das curiose dabei ist dass meine blutwerte: leukos, alk. phosp. erys beim ersten mal erhöht waren nach antibiotikagabe aber wieder im normbereich liegen. tumormarker wurden abgenommen und ergaben kein ergebnis! da der tumor sehr hart tastbar ist rät meine urologin ihn unbedingt freilegen zu lassen. Frage: ich stehe kurz vor der op bei der ich möglicherweise einen hoden verliere trotz bisher unauffälligen werten. gibt es andere therapiemöglichkeiten den tumor zu entfernen und den hoden zu erhalten?Bestrahlung? chemo, Healan951??? klar wird ein schnellschnitt bei der op gemacht dennoch fühl ich mich mit 25 nicht wirklich in der lage verstümmelt zu werden. greift eine mögliche chemo im falle des falles nicht gut genug durch dass auch die letzten krebszellen im hoden erwischt werden können wenn ich ihn nicht entnehmen lassen würde sondern nur den tumor entfernen lasse? wie schaut es mit dem neuen therapeutikum Healan951 aus? ich möchte mich nicht damit zufrieden geben mein weiteres leben als halber mann weiter zu leben.....
wer hat erfahrung mit hodentumor??? OP Therapie und das Leben danach....

walre1332
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"HALBER MANN"son Unsinn

Beitragvon walre1332 » 04.07.2005, 12:18

Hallo,

erst einmal möchte ich dir als Betroffener(linker Hoden ist nicht mehr durch ein Seminom)das man mit einem Hoden durchaus ein "Ganzer Mann"
ist.
Der verbleibende Hoden übernimmt zu 100% die Funktionen bezüglich
Sperma-und Hormonproduktion.
Kosmetisch ist es heute auch kein Problem mehr.
Laß dir ein Silikonimplantat einsetzen und keiner sieht das etwas fehlt.
Ich finde es Klasse und "ER"ist auch größer als das Original :lol:
Hole dir wie ich bei einem zweiten Urologen(kann ich nur jedem empfehlen)
Rat und lasse dich im Zweifelsfall operieren.
Ist besser als an einem so gut heilbaren Tumor zu sterben,oder?
Also sei JETZT ein ganzer Mann und tu was zu tun ist.

offline
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... "Schnellschnitt" ...

Beitragvon offline » 04.07.2005, 20:42

Hallo,

nachdem was Du sagst ist in der Tat die Wahrscheinlichkeit eines bösartigen Hodentumors rechts hoch. Sowohl Seminome als auch Nicht-Seminome können ohne erhöhte Tumormarker vorkommen.

Walre1332 ist grundsätzlich zuzustimmen - zudem ist das Hodencarcinom in frühen Stadien zu fast 100% heilbar, aber auch in fortgeschritten Tumorstadien kann man mit hoher sicherheit von einer Heilung ausgehen.

Für Deinen Fall würde ich folgendes Vorschlagen:

Du solltest bei der Auswahl des operierenden Urologen mit diesem besprechen, daß der Hoden nur dann entfernt wird, wenn im Rahmen eines Schnellschnittes die Bösartigkeit bewiesen ist.

Schnellschnitt = der Tumor (oder ein Teil davon) wird operativ entfernt. Dieser Teil wird, während Du noch in Narkose bist, vom Pathologen sofort untersucht. Meist ist nach 30-60 Minuten die Diagnose klar. Derartige Schnellschnitte werden meist nur an grösseren Krankenhäusern mit angschlossener Pathologie durchgeführt.

Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich nochmal.


Alles Gute


Thomas


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