Heutige Diagnose:Hodenkrebs

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walre1332
Beiträge: 2
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Heutige Diagnose:Hodenkrebs

Beitragvon walre1332 » 06.06.2005, 13:59

Hallo,
erst einmal möchte ich sagen,daß es sehr schön ist,ein solches Forum im Internet zu finden.
Man sieht,es gibt leider noch mehr Betroffene und man kann sich,denke ich,gute Infos holen.
Das eine Op unabdingbar ist,ist für mich ok und macht mir wenig Angst.
Ich bin 54,habe ein recht erfülltes Leben hinter mir und kann,da ich keine Kinder mehr zeugen möchte,ziemlich locker darauf verzichten.
Am Samstag hatte ich eine Entzündung im rechten Skrotum und bin sofort in das Krankenhaus.Dort machte man einen Ultraschall beider Hoden,Ergebniss:verdächtige "Verkalkungen" in beiden Hoden.
An der Entzündung wurde ein Entlastungsschnitt gemacht und dieses Problem war mit 2 Tagen Krankenhaus und Antibiotika erledigt.
Die Tumormarker zeigen schwache Aktivität und ich habe mich entschlossen,erst einmal die rechte Seite radikal entfernen zu lassen.
Um jedes weitere Risiko zu minimieren.
Jetzt meine frage.Weiß hier jemand eine Internetsite oder ähnliches,
wo die Inzision des Hodens genau beschrieben wird,möglichst mit Bilder.
Ich will vorab genau wissen,was bei mir gemacht wird.
Für eine Antwort wäre ich wirklich dankbar.

[/b]

Gast

Beitragvon Gast » 06.06.2005, 15:35

Hallo walre,

mit einer Inzision meinst Du sicherlich die Entfernung eines Hodens (Semicastratio). Eine Seite mit Bildern ist mir micht bekannt, aber ich kann Dir gerne schildern, wie es bei mir ablief vor 2 Wochen, als mir der linke Hoden entfernt wurde:

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. In der Leiste wird ein 6-8cm langer Schnitt gemacht. Dieser wird aufgespreitzt und der Hoden wird durch diesen Schnitt mitsamt des Samenleiters aus dem Hoden gezogen und entfernt. Der Eingriff erfolgt immer auf diese Art und Weise, da durch eine Öffnung des Hodensackes (Skrotum) die Gefahr besteht, eventuell bösartiges Gewebe zu verletzen und dieses so in die Blutbahn zu bekommen.

Am Tag nach der OP kannst Du schon wieder aufstehen. Die ersten paar Tage läuft man sehr vorsichtig, aber das vergeht relativ schnell. Nach einer Woche war ich schmerzfrei, was die Narbe angeht.

Vor der OP brauchst Du also keinen Bammel zu haben. Das sage ich jetzt aus meiner Erfahrung heraus, hatte vorher auch etwas Angst, aber die war unbegründet.

Mein Schnitt wurde irgendwie mit versteckten Nähten genäht mit Fäden, die sich selbst auflösen. Eine schöne gerade Narbe, die sicherlich fast spurlos verblassen wird.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Gruss Sascha


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