Hydatide

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Alex

Hydatide

Beitragvon Alex » 06.12.2004, 18:14

Hallo,
Ich habe vor einigen Wochen einen Knoten am linken Hoden getastet.
Ich bin natürlich sehr erschrocken gewesen und habe mich erstmal im
internet umgesehen. Dabei bin ich auch auf das hervorragende Forum
hier gestoßen und habe den Rat, unbedingt zum Arzt zu gehen, befolgt.
Heute war ich dann endlich da, habe mir natürlich die ganze Zeit über
Gedanken gemacht - vor allem, weil ich den Knoten in den letzten Tagen
gar nicht mehr gefunden habe und deswegen ein bisschen durcheinander
war. Ich dachte mir aber: "lieber einmal zu oft zum Arzt als einmal zu wenig!"
- langer Rede, kurzer Sinn: der Knoten am Hoden war kein Tumor, sondern
eine sog. "Hydatide" sein. Das ist ein Restnierenüberbleibsel aus der
Keimesentwicklung, der an einem dünnen Schlauch direkt neben den Hoden
liegt - im Prinzip so aufgebaut wie die Hoden selber auch. Wenn sich jetzt
dieser Schlauch verdreht, wird die Hydatide abgeklemmt, schwillt an und kann
unter Umständen auch übel wehtun - das passiert bei so ziemlich jedem Mann
im Leben einmal, ist aber nicht gefährlich. Danach stirbt die Hydatide oft
ab und verkümmert. Im Normalzustand ist sie übrigens als senfkorngroßer
Hubbel am oberen Hodenende zu tasten.
Laaaaanger Rede, kurzer Sinn: allein wegen dieser ausführlichen Erklärung,
die ich von meinem Urologen bekommen habe, lohnt es sich aus meiner Sicht
unbedingt, zum Arzt zu gehen. Ich will hiermit darstellen, wie wichtig es ist,
sich von einem Profi informieren zu lassen - ganz abgesehen davon, dass die
Heilungsaussichten von Hodenkrebs unheimlich viel besser sind, wenn man ihn
früh diagnostiziert. Meine Diagnose hätte eben auch anders ausfallen können. :!:
Deswegen werde ich ab jetzt - mit 22 Jahren - einmal im Jahr zur
Hodenkrebsvorsorgeuntersuchung gehen.
Den Machern dieses Forums vielen Dank - ohne Euch wäre ich wohl nicht
zum Arzt gegangen :oops: und hätte mich ewig schlecht und unsicher gefühlt.
Macht so weiter, Ihr rettet vielleicht Leben. :!:
Gruß
Alex

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