Ungewissheit und Angst vor Hodenkrebs

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gp71
Beiträge: 1
Registriert: 07.11.2008, 15:41

Ungewissheit und Angst vor Hodenkrebs

Beitragvon gp71 » 10.11.2008, 15:28

Hallo Leute,

bin 37 und habe nach dem Tode meines geliebten Vaters im Mai diesen Jahres durch dieses traumatische Ereignis massive Probleme mit meiner Gesundheit bekommen (Darmprobleme linker Unterbauch).

Nach einer Koloskopie (Darmspiegelung) wurde vom Arzt lax die Diagnose Reizdarm (RDS) gestellt und ich solle mal abwarten.

Meine allgemeine Hilflosigkeit und das passive Verhalten der Ärzte ließen bei mir immer neue bisher ungekannte Symptome (meiner Meinung nicht nur psychosomatisch) entstehen.

Vor ungefähr drei Monaten verfärbte sich der Urin dunkelbraun trüb bis manchmal rötlich.

Ich habe mir dann Urinteststreifen (11er Test) geholt. Alle Werte (auch Bilirubin und Blut im Urin) sind negativ außer manchmal leichtes Protein, leichte Ascorbinsäure und ein sehr hohes spezifisches Gewicht (1025 ... 1030).

Auch habe ich neben meinen Darmproblemen oft ein stechendes und kaltes Gefühl in der Nierengegend linke Seite.

Habe mich zum Urologen überweisen lassen und der hat Urin getestet (mit Streifen) -> alles o.K.

Er hat eine Sonografie der Prostata und beider Nieren gemacht, soweit auch i.O.

Dann hat er die Hoden abgetastet und auf der rechten Seite unten am Hoden einen Knoten getastet (ich taste den nun auch).

Ultraschall des Hodens zeigte einen weißen Fleck.

Er hat daraufhin die Tumormarker auf Hodenkrebs testen lassen die sind negativ (normal).

Er sagt, das wäre aber noch keine Entwarnung weil ein drittel der Tumoren keine erhöhten Marker zur Folge haben. Es könnte aber auch eine Verkalkung sein.

Das Komische ist, seit ich beim Urologen war (seit zwei Wochen) habe ich einen brennenden leicht stechenden Schmerz auf der besagten Seite. Es ist manchmal auch ein pochendes Gefühl.

Er hat mich in drei Monaten wieder bestellt.

Ich habe nun totale Angst, dass bei einem möglichen bösartigen Krebs im Hoden das Stadium weiter fortschreitet und evtl. Metastasen gebildet werden, die dann schwieriger zu behandeln sind.

Drei Monate sind eine lange Zeit!

Wie lange braucht so ein Tumor um zu wuchern?

Kann man vom Arzt verlangen, eine Doppleruntersuchung oder ein CT machen zu lassen (die haben einen absoluten Horror vor den anfallenden Kosten)?

Wie kann man es anstellen, die ewigen Wartezeiten auf einen Termin beim Doktor in so einem Fall abzukürzen?

Das Blöde ist, dass man ja immer eine Überweisung vom Hausarzt braucht.

Bin mit dem Gesundheitssystem nicht sonderlich zufrieden.
Frage mich manchmal, auf was die Ärzte heutzutage ihren Eid schwören...

Für Meinungen, Erfahrungen und Trost wäre ich sehr dankbar.

J.M.
Beiträge: 25
Registriert: 03.03.2008, 20:32

AW

Beitragvon J.M. » 10.11.2008, 19:11

Hey,
um sicher zu gehen solltest Du Dir eine Zweitmeinung einholen damit Du gewissheit hast. Denn drei Monate sind ne lange Zeit, ich würde da kaputt gehen vor ungewissheit.
Gruß
Jörg
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Du kannst dein Leben nicht neu beginnen,
aber jeden Tag.

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HT-Patient1989
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Beitragvon HT-Patient1989 » 10.11.2008, 19:23

KOPF HOCH !!!

in meinem Verlaufsbericht findest Du LINKs zu Zweitmeinungsmöglichkeiten und EXPERTEN in Sachen Hodenkrebs !!!

http://www.forum-hodenkrebs.de/viewtopic.php?t=1302


Meine T-Marker waren auch UNauffällig .... allein eine Freilegung des Hoden, Gewebeprobe ... UND Lungenröntgen haben die Diagnose sehr deutlich ausgerichtet ... welche sich dann am 03.11.1989 auf dem OP-Tisch bestätigte ... nach Gewebeprobeentnahme und sofortiger Untersuchung (Patologie) wurde Krebs festgestellt und die Entnahme gleich vollzogen ... ein Abwasch ;-)


ICH ... WARTEN ?? ... Nööö ... hatte ich ja auch - steht im Bericht ...

ACHTUNG: Bei jedem kann und wird eine etwaige Krankheit anders verlaufen ...

Vertraue Dir selber ... hole andere Meinungen ein ... DAS, was Du beschreibst, kann doch keine gewollte Lebensqualität sein ... und wenn auch was anderes rauskommt --- PACK ES AN !!!

Drücke die Daumen und gute Besserung ... vielleicht berichtest Du weiter, wie es vorangeht :-)

Meine besten Wünsche für Dich ...
Lieben Gruß ...
Stefan - HP
> htpatient(at)web.de <

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