Diagnose Hodenkrebs :-(

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enekin
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Diagnose Hodenkrebs :-(

Beitragvon enekin » 09.07.2008, 18:39

Huhu@ alle

Ich wollte uns mal kurz vorstellen.
Mein Mann hatte Anfang Juni schmerzen im linken Hoden,darauf hin sind wir dann zum Urologen(hat zwar einbischen Überretungskunst gekostet-Männer),der hat dann meinen Mann Untersucht und Ultraschal gemacht konnte man nichts feststellen außer ne Schwellung darauf hin hat er Antibiotika bekommen und muste dann 7Tage später wieder zum Urologen.In der Wochen konnte man schon leichte Veränderungen am Hoden tasten.Doc hat dann Wieder Ultraschal gemacht und ne Gewebeveränderung bemerkt,mhh
Hat dann eine Woche später Termin im KKH bekommen.Dort wurden wir auch Aufgeklärt und nochmal Ultraschal und Blutabnahme.
Nun stand die OP vor der Tür,es wurde Dienstag Früh um 7.30Uhr wurde er Operiert.Die OP verlief super,nur der Schock kamm danach wen man seinen Mann da so liegen sieht mit na 11cm langen Wunden und 3 kleine Löscher im Sack schnief.
Der Arzt sagte ihn das es ein bösartiger Tumor war und das sie den linken Hoden mit Samenstrang entfernt haben.Donnerstag konnte er dann auch schon wieder nach Hause.
2Wochen später dann das gespräch mit der Ärztin.Die klärte uns auf das das CT ohne Befund war und das es bösartiger Tumor war.
Ja nun geht mein Mann am 11.7. ins KKh zum Zugang legen und zur Stations Aufnahme.Sonntag muß er dann ins KKH.Am 14.7. fängt dann die PEB-Chemo an in 2 Zyklen.Montag-Freitag is er im KKH und bekommt dort die Chemo.Dann bekommt er 3Wochen immer Montags eine Spritze.Der 2 Zyklus fängt dann am 11.8. an wieder 5Tage Chemo im KKH und 3 Spritzen jeden Montag.
Nun hoffen wir das er es gut übersteht.

Hat jemand von euch nach der Chemo noch Kinder zeugen können?
Wir haben noch Kinderwunsch,Spermien haben wir nicht einfrieren lassen,wir würden es gerne auf normalen Weg probieren.Wieviel Jahre sollte man da warten??
Hab ihr wärend der Chemo und nach der Chemo auch mit Kondom verhütet(hab ich im Internet gelesen).
Wie sind eure Frauen mit der ganzen Chemo umgegangen??
Habt ihr vieleicht noch ein paar Ratschläge oder Tips??
Dürfen wir ihn wären der 5Tage im KKh besuchen auch mein Sohn(fast 5Jahre)??
Danke für eure Antworten

LG Niki und Familie

J.M.
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Beitragvon J.M. » 09.07.2008, 22:35

hallo,
erstmal vorweg dein mann hat sich unter den krebsarten das beste los ausgesucht, denn hk ist zu 98% heilbar :P .
nun zu deinen fragen:
sicher könnt ir euren mann besuchen auch während der chemo, das ist auch sehr wichtig, nur man sollte abstand halten wenn man krank ist.
ich glaube auf sex musst du in der chemo wohl verzichten. (ich war dazu nicht in der lage, weil ich viel zu löddich war)
wichtig ist das dein mann viel liebe bekommt !!!! aber auch die ruhe bekommt wenn er sie braucht.
zum thema kinderkriegen, nichts einzufrieren ist ein risiko aber auch ne kostensache. die meisten können aber noch kinder zeugen, mein Uro sagte das die chance sehr hoch sei. man sollte aber 1/2 - 1 Jahr nach ende der chemo warten.
alles positiv sehen und alles wird gut
Gruß
Jörg
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enekin
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Beitragvon enekin » 10.07.2008, 08:00

Hy

Danke für deine Antwort,nicht das du denkst mir geht es hier nur um Sex:-) war rein Informativ die Frage,wen es Körperlich nicht geht dann is das natürlich auch ok :lol:
Find es nur merkwürdig das die Ärzte irgendwie über das Thema schweigen,außer das sie Raten Spermien einfrieren zu lassen mhh was is mit den Leuten die es sich Finanziel überhaubt nicht leisten können???
Unsere Liebe zueinander is in den letzten 4Wochen nochmal um 100% gestiegen das is einfach nur schön.
Wir sind einfach Froh das ein Lichtblick in Aussicht is und die 8Wochen überstehen wir auch.

LG Niki

J.M.
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Beitragvon J.M. » 10.07.2008, 15:13

hey,
ich wurde bestens beraten (in allen Themen), aber wir haben uns auch dagegen entschieden. Wir haben ne 12J Tochter und zum Thema Planung Wenns passiert dann gut und wenn nicht dann nicht. Abgesehen davon, krass gesagt: Haste kein Geld, dann hast du pech. Soweit ist es mit unserer Gesundheitsreform.
Ich kann Euch nur den Tipp geben: Fragt den Ärzten löcher in den Bauch!!!!!!!!! Ihr habt ein anrecht daurauf!!!!!!!! Dafür ist das Thema zu wichtig. Bei mir hatten sie immer ein offenes Ohr, egal wie unwichtig die Fragen auch waren.
Ich finde es gut, daß eure Liebe gewachsen ist, weil diese Krankheit irgenwo doch ne harte Nuss ist. Haltet zusammen dann kriegt ihr die Geschichte gut hin, auch wenn die Chemo kein spaziergang ist. Und gaaaaaaaaanz wichtig redet miteinander!!!!!!
Gruß
Jörg
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Beitragvon enekin » 10.07.2008, 16:50

Hy

Oja das haben wir bis jetzt auch gemerk,da geht man Jahre lang schuften und schuften und dann sowas.
Ich denk mein Mann is in der Sache noch net so Wissbegierig wie ich :-)
Ich möchte halt so gut es geht Informiert werden und auch wissen wie das Leben danach weiter geht(hab ich ja auch ein recht darauf),den wir haben eine Familie und auch unser Sohn braucht gewisse Zeit am Tag.
Hast du vieleicht ein paar Tips,was man auf alle Fälle nach den 5Tage KKh beachten sollte??

Danke
LG Niki

J.M.
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Beitragvon J.M. » 10.07.2008, 19:21

Hey,
ich war nach meiner ersten Chemowoche ziemlich platt und habe die ersten zwei Tage fast nur im Bett gelegen und gepennt. Danach ging es dann. Dann war da noch die sache mit dem Essen, ich hatte heißhunger wie ne Schwangere, war ne witzige erfahrung zwischen Heißhunger auf etwas und "kotziges"Magengefühl. Ich kann dir nur empfehlen wenn er hunger auf etwas hat dieses möglichst schnell zu ermöglichen, da sich das auch von einer auf der Minute auch wieder ändern kann.
Zu beachten ist noch das ihr euch von ansteckenen Krankheiten ( Husten, Schupfen....) fern haltet, da die Chemo das Imunsystem ziemlich platt macht.
Ansonsten alles machen was geht (was er sich zumutet). Jeder verträgt sie halt anders, kann man schlecht vorhersagen.
Achja, meine wissbegierigkeit kam erst nach der Chemo als ich zur Reha ging, jeder muss es halt erstmal mit sich selber ausmachen. (kommt alles von ganz alleine).
zu guter letzt noch eine Vorwahnung: Wir Chemopatienten im KH hatten einen fiesen schwarzen Humor zu diesem Thema. War wohl ein selbstschutz.
Auf jeden fall hört sich es am Anfang alles schlimmer an als es ist. Gibt schlimmers!!!!!

Gruß
Jörg
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Dougileinchen

Hi Niki

Beitragvon Dougileinchen » 11.07.2008, 17:48

Hallo!!!

Mein Freund hat auch Hodenkrebs- die beste Krebsart die ein Mann sich aussuchen kann :D - sagen die Ärzte.
Wir haben am 19.04.08 einen kleinen Knubbel am Hoden festgestellt- dann direkt zum Uro der hat uns in die Uni verwiesen. Dann ging auch alles ganz schnell- O.P. Termin für den 28.04- und danach stand dann fest: bösartiger Tumor :-( Naja- auch mit einem Hoden kann man(n) gut leben.
Leider wurde dann am Lymphknoten im hinteren Bauchraum eine Metastase entdeckt- Größe 2 *4 cm. Mein Freund hat einen Nicht-Seminom Keimzelltumor. Das hieß dann Chemo- 3. Zyklen nach dem PEB Plan ( Bleomycin, Cisplatin und Etoposid). Den ersten Zyklus ( 6 Tage stationär und zweimal ambulant ne Spritze) hat er sehr gut überstanden. Zum Ende 1. Anfang 2. Zyklus fielen dann die Haare aus- sieht aber gut aus :)
Heute ist der 3. Zyklus um- geht ihm so lala- mal besser mal schlechter.
Wir hoffen dass es das nun gewesen ist. In einem Monat müssen wir nochmal hin um zu schauen ob noch ein Restbefund der Metastase da ist- wenn ja O.P. :cry: Wenn nein dann wars das!!!
Dann muss er halt immer zur Vorsorge.
Wir haben vor der O.P. Spermien einfrieren lassen- wir sind noch sehr jung und wollen auf jeden Fall Kinder haben. O.k. es kostet viel Geld aber das ist es uns wert. Und wenn wirs nicht brauchen dann lassen wir die ebend in 2 Jahren wieder auftauen :P .
Zu 80% können wir aber auf natürlichem Weg Kinder bekommen- manchmal habe ich nur Bedenken ob die nicht ggfls. " Schäden" haben- es ist ja nicht nachgewiesen dass die Anzahl von z.B. Missbildungen steigt aber unsere Prof. sagte uns dass das Risiko einer Fehlgeburt ca. 1 Jahr nach der Chemo sehr hoch ist. Wir sollen so ca. 1,5- 2 Jahre warten...
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft- die Zeit geht schnell um und sei einfach für deinen Mann da. Wenn er Ruhe braucht dann sagt er euch das schon ( kenn ich- dann wird man aus dem Krankenzimmer geschmissen :wink: ).
Liebe Grüße
Kathrin

J.M.
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Beitragvon J.M. » 11.07.2008, 18:10

Hallo Kathrin,
auch Euch alles Gute.
Gruß
Jörg
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Beitragvon HT-Patient1989 » 11.07.2008, 19:50

Hallo lieber Leser / liebe Leserin,
hallo enekin (Niki + Fam.),
hallo Dougileinchen (Kathrin),
hallo J.M. (Jörg),

ersteinmal ALLES GUTE den "neuen" Tumorpatienten und meine BESTEN GENESUNGSWÜNSCHE !

Dann finde ICH prima, wie STARK und TAPFER Ihr Frauen zu Euren Männern steht ! = meinen vollen RESPEKT

Es gibt hier im Forum ein Bereich mit Verlaufsberichten ... z.B. auch diesen
http://www.forum-hodenkrebs.de/viewtopic.php?t=1302

(es wäre schön, auch mal neuere Verlaufsberichte ausführlich hier abgedruckt zu lesen, ICH denke, es hilft vielen Betroffenen und Angehörigen)

Und Jörg - JA, HeilungsCHANCEN liegen um 98% bei FRÜHerkennung !

Wie enekin schon oben (am Anfang) berichtet hat, so ist es damals bei mir auch gelaufen ... erstmal Antibiotika und 2-3 Wochen mit der Schwellung "rumgelaufen" und gekühlt - dann im KH die Diagnose.

MIR hat gerade wieder der DOC bei der letzten Nachsorge im Juni gesagt, das MEIN Verlauf UNTYPISCH und äußerst glücklich bisher verlaufen ist, denn es war SEHR ernst vom Stadium damals .... und wer meinen Verlauf kennt - mit Rezidiv.

Von Früherkennung war bei MIR keine Rede ... dennoch bin ich der lebende Beweis (wie sehr viele andere HT-Patienten auch), welche nach der sogenannten Früherkennung GUTE Chancen haben.

Denn genau DAS, was Ihr beiden Frauen tut ist RICHTIG ... es anzunehmen, offen drüber zu sprechen, es zum Alltag machen, es einfach einbinden ... es immer wieder bunt malen, sich zuwenden, Zuversicht versprühen, der Sonnenschein sein ... usw. :-)

Auch, wenn der Anlaß ein "doofer" ist ... finde ich es TOLL, dass es zusammenschweißt - die Liebe bestätigen kann ... JETZT, zu diesem Zeitpunkt des BRAUCHENS !!!



Mir fehlt bei den Beiträgen oft der Vergleich ... oder besser, die Eingruppierung der Altersklassen ... weil es doch ein nicht kleines markantes Alters-Feld der Betroffenen gibt .... ICH war damals 25 Jahre alt ....
Lieben Gruß ...
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Re: Diagnose Hodenkrebs :-(

Beitragvon HT-Patient1989 » 11.07.2008, 20:46

enekin hat geschrieben:Huhu@ alle

Ich wollte uns mal kurz vorstellen.
Mein Mann hatte Anfang Juni ...

1) Hat jemand von euch nach der Chemo noch Kinder zeugen können?
2) Wir haben noch Kinderwunsch,Spermien haben wir nicht einfrieren lassen,wir würden es gerne auf normalen Weg probieren.Wieviel Jahre sollte man da warten??
3) Hab ihr wärend der Chemo und nach der Chemo auch mit Kondom verhütet(hab ich im Internet gelesen).
4) Wie sind eure Frauen mit der ganzen Chemo umgegangen??
5) Habt ihr vieleicht noch ein paar Ratschläge oder Tips??
6) Dürfen wir ihn wären der 5Tage im KKh besuchen auch mein Sohn(fast 5Jahre)??
Danke für eure Antworten

LG Niki und Familie


Hallo enekin / Niki,

ich möchte Deine Fragen soweit es mir möglich ist beantworten oder MEINE Sichtweise dazu äußern.

zu 1) + 2) JA! Der Geschlechtsverkehr ist nicht der EINZIGE Weg zur ZEUGUNG eines Kindes !
Bei uns ging es noch auf "natürlichem" Wege. Ich weiß von anderen, dass auch andere Wege erfolgreich waren. WICHTIG ist die Qualität der Spermien des Mannes = Spermiogramm machen lassen - einmal NACH den Chemotherapien und dann im angeratenem Abstand der Ärzte ... kann 1-2 Jahre sein.

zu 3) Aus Gründen der veränderten Cromosomen beim Mann rate ich in jedem Fall dazu zu VERHÜTEN ... Kondom ist IMMER ein zusätzlicher Schutz und kann auch bei Krankheitsübertragung einiges Verhindern, denn der Organismus und das Immunsystem beim Mann ist wärend und kurz nach der ChemoZyklen anfällig für auch noch so kleine Erreger.

zu 4) Die Frau an meiner Seite hatte natürlich ANGST - klar !!! Zeigte sie mir (auch wieder natürlich) nicht offen - dennoch habe ich es gespürt. Und trotzdem hat SIE mir mit der Familie KRAFT gegeben. Sie hat sich Kraft woanders eingetankt (professionelle psychologische Unterstützung im KH und später "privat") und mir gegenüber presentiert. Sie hat mir IN der heftigen Zeit faßt alles abgenommen, was sie körperlich und psychologisch verantworten konnte.

zu 5) Spermiogramm, mit den Ärzten reden, SOFORT mit psychologischer Betreuung arbeiten - und wenn es auch nur zum momentanen Seelenausgleich kommt ... es hilft. Und ob es auf Dauer dann gewollt oder benötigt wird, könnt IHR selber spüren und entscheiden ...
ICH DEPP habe es erst nach dem Rezidiv begriffen !!
Gesunde Ernährung - ich habe viel aus Reformhäusern an Nahrungsmitteln in der Zeit NACH der Chemo zu mir genommen ... mich belesen und viel dazu haben meine Frau und Mutter beigetragen, welche alles einkauften.
Sinnig wieder anfangen und bewußt fortführen ... klar, ich esse auch wieder mal nen BURGER ;-) und insgesammt auch wieder ALLES, was sonstwo angeboten wird ;-) .... nur die ersten Monate, Jahre eben speziell !

zu 6) Mit den Ärzten sprechen ... ICH meine JA !! Halte das sogar für SEHR wichtig - psychologisch schon ... FÜR den Betroffenen.
Ob der Sohn "reif" ist dafür .... könnt nur IHR entscheiden ! ICH meine, JA ... weil er ruhig aufnehmen sollte, dass KH und Krankheit Bestandteile unseres Leben sind ... es Papa zunehmend verändert und dann besser geht ... dazu ist auch für den Papa der psychologiesch Effekt wichtig. Dann möchte ich noch drauf hinweisen ... die ERWACHSENEN-Gespräche vielleicht separat zur Anwesenheit des Kindes zu verlegen ... diese könnten in der noch kleinen Welt eines 5-Jährigen anders und bedrohlicher ankommen als es sich für uns Erwachsene darstellt. Ggf. mit der psychologischjen Abt. im KH sprechen - BITTE !


*mal lieb in den Arm genommen*
weiterhin viel Kraft für Euch und vielleicht reiht sich Eure Geschichte in den Verlaufsberichtsbereich mit ein ... aber, DAS hat zeit - später vielleicht mal ;-) ...
Lieben Gruß ...
Stefan - HP
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Beitragvon enekin » 12.07.2008, 09:40

:D

Hy

Danke für deine Antworten,mein Mann war gestern im KKH noch einige Test machen,Ergebnisse war gut.
Ärztin sagte das er ne sehr leicht Dosierte Chemo bekommt da der Krebs ja entfernt worden is und er nichts weiter hat(sie sagte er is ein gesunder Mensch),die Chemo is nur ne Vorsichtsmassnahme,und sie geht auch keine 8Wochen sondern nur 6Wochen.Und die schaffen wir auf alle fälle.
Unseren Sohnemann hab ich gestern in der Bücherei 2 Bücher bestellt über Krebs vieleicht hilft uns das ja ihn einbischen was zu erklären.
Wir sehen auf alle fälle Licht im Tunnel und das is einfach nur schön.
Ab Montag fängt dann die Chemo an.Morgen geht er ins KKH da legen die auch den ZVK der woll nur die 5tage drinne bleibt.
Ich halte euch auf den laufenden

LG niki

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Beitragvon HT-Patient1989 » 12.07.2008, 13:53

Hallo enekin :-)

klingt im ersten Augenblick GUT ...

Mein "sensibles Ohr" meint herrauszuhören ;-) ... dass KEINE psychologische Betreuung im KH aufgesucht wurde - stimmt das ?

Auch scheint mir, dass keine ZweitMeinung eingeholt wurde - stimmt das ?


Hmmm - wie ich darauf komme :-? ... na, weil ich lese (mit meinen Worten):
... alles ist BESSER und KÜRZER als vorher angenommen und hier überall beschrieben = dann wird dat nich so schlimm sein, dann brauchen wir dat all nich, dat schaffen wir auch alleine ...

ICH wünsche es Euch ...

Krebsbücher für den Sohnemann ... Hodenkrebs ? ... denn Krebs ist nicht gleich Krebs. Sind die onlineSeiten nicht aussagekräftig genug ? ... ggf. auch zum Ausdrucken ?

Na, DU machst das schon ;-)


PS: In meinem Verlaufsbericht ist ein LINK zur einer Seite, wo von den URvätern des Tumorkampfes (ich sage immer: Die Pioniere) sich eine ZWEITmeinung eingeholt werden kann.
Lieben Gruß ...
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Beitragvon enekin » 12.07.2008, 14:44

Hy

Nein wir haben keine psychologische Betreuung im KH aufgesucht.Is bis jetzt auch noch nicht nötig(denke ich) ich rede viel mit Freunden und meinen Mann(wie es genau aussieht bei ihn kann keiner sagen).Wir lassen es uns auf zukommen.
Eine 2Meinung haben wir uns auch nicht eingeholt,uns wurde vom Urologen das UKB-Berlin empfholen dort wurde auch der Hoden und Samenstrang entfernt.Auch das CT gemacht und Blutuntersuchungen.Ich hoffe doch das wir dort in guten Händen sind????
Ich muß auch gestehen das ich genügend(leider) andere Sachen haben außer die Krankheit,unser Leben muß auch irgendwie weiter gehen,ich geh auch nebenbei arbeitden hab den Sohnemann,Haushalt und nen Hund die Versorg werden wollen.Is alles net so einfach.
Das einzige was ich gemacht hab mich bei Krankenkassen und Jobcenter erkundigt zwegs Zahlungen.
Ich weiß aber wo man sich im KKH hinwenden kann(hab ich schon erkundet),und wen ich Hilfe brauche werden wir das auch in Anspruch nehmen.
Danke für deine Tips.

LG Niki

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Beitragvon HT-Patient1989 » 12.07.2008, 15:47

Hallo enekin,

Link ZweitMeinung:
http://www.iv-hodenkrebs.de/zweitmeinun ... n.html#ber

Bestimmt ist man in JEDEM KH gut aufgehoben und in guten Händen.

Und in Sachen HT sind einige Urologen schon vom Wissen her weiter, wenn sie regelmäßig sich an den KrebsKongressen und -Treffen mit den Führenden aus ganz Europa zusammenfinden und austauschen.

Mein Hausarzt hatte damals zu mir gesagt: "... und wenn ich Dir ein KH in München empfehle - so ist es immer noch DEINE Entscheidung, wo Du hingehst ..."

Er empfahl mir damals das führendste Haus, was auch gleich "vor der Haustür" lag ... Hamburg. Ich vertraute ihm (tue ich noch!) ... und wenn es München gewesen wäre, ich wäre nach München gegangen.
Mittlerweile ist in Deutschlandweit - also Flächendeckend - eine gute bis sehr gute Versorgung von HT-Patienten möglich ... und Berlin wurde damals schon sehr häufig in unserer Chemonachsorgerunde erwähnt - nur welches Haus weiß ich nicht mehr ... aus dem I-Net sehe ich, dass es wohl das Charité gewesen sein muss.


UND - liebe Niki - Du schreibst es schon selber ;-) ... es überrollt Dich an anderen Dingen, welche auch irgendwie weiterlaufen müssen/sollen ... GENAU dafür ist ein Besuch zur Unterstützung bei den professionellen der Psycho-Sozial-Station vorgesehen :-)
Durch frühzeitige Gespräche mit ihnen können Wege und Einrichtungen oder gar auch Zuschüsse rechtzeitig aufgezeigt werden, von denen WIR Ottonormalverbraucher noch garnichts wissen oder ahnen ...

WAS es heute alles an Tipps und Unterstützung gibt = ??? weiß ich leider nicht so aktuell ...

Stichworte wie:
- Kinderbetreuung und Zuschüsse oder Übernahme
- ggf. Haushaltshilfe, um mehr Zeit für den Sohn und den Mann zu haben
- Reha-Begleitung, wenn der Mann zur Anschlussheilbehandlung übergeht
- Regelungsmöglichkeiten wegen dem (Neben-)Job
- Tierversorgungsmöglichkeiten
- Lohnfortzahlung und Krankengeld für den Mann
- Fahrtkosten für KH-besuche (bei sozialer Härte)
- Fahrtkosten und Zuzahlungen vom Mann bei Behandlungen (Krankenkasse oder Finanzamt)
- Feststellung und Antrag auf Grad der Behinderung (Schwerbehindertenausweis und deren Vorteile nicht nur steuerlich!)
- usw.
... würden mir jetzt so spontan einfallen.


Sich nach fremder Hilfe umschauen ... vorbereitet zu sein ... dem Mann den Rücken frei halten ... selber Kraftstationen haben und nachtanken ...
... sind für den Betroffenen und deren Angehörige wichtiger Motivator zur schnelleren und besseren Genesung - zumindest trägt es entscheident dazu bei :-)

Meine liebsten und besten Wünsche auf diesem Wege ...
Lieben Gruß ...
Stefan - HP
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Beitragvon enekin » 12.07.2008, 16:25

GRINS
Danke für die Raschen Antworten,immer.

Das UKB nimmt regelmäsig an diese Krebs-Konkresen teil so weit ich Informiert bin.
Zwegs Kinderbetreuung Nico geht ja 9Stunden jeden Tag in die Kita da wir ja beide Berufstätig sind da is er sehr gut aufgehoben.Und ab 1.8.08 geht Nico eh in die Vorschule und die is ja kostenlos u. nach meiner Arbeit findet sich sehr oft jemand der ihn nimmt falls ich es brauche.(Freunde,Bruder)
Mit seinen Chef haben wir auch gesprochen haben super Verhältnis,wen er wieder gesund is und seine Arbeit als LKW/Möbelträger nicht ausüben kann dann macht er andere Sachen.
Krankengeld hab ich schon mit Krankenkasse gesprochen.
Fahrkosten werd ich net bekommen da es zum Krankenhaus gerade mal 7Kilometer sind und ich eh HartzIV zum Gehalt dazu bekommen und ich mir eh ein Sozailticket jeden Monat holen muß wegen arbeit.
Bekommt man auf die Krankeit eine Einstuf als Behinderung??(wuste ich nicht).Aber da ich im August eh Urlaub hab und durch das Krankengeld ja weniger Geld is was wir zur Verfügung haben muß ich eh zum Jobcenter alles neu beantragen,da werd ich auch gleich Nachfragen was ich alles noch beantragen kann.
Ich bin dir sehr dankbar für die vielen Tip´s und ich kann dir versichern wen ich Hilfe und Unterstützung brauche hole ich mir die auf alle Fälle.
Und ob mein sturer Mann ne KUR macht danach-das bezweifle ich sehr-das is ein Arbeits-TIER,der is jetzt schon völlig unausgeglichen da er schon 4Wochen zu Hause is :-)

Liebe Grüße aus Berlin

LG Niki


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